Blumen trocknen und pressen – kreative Ideen zum Aufbewahren
Warum Blumen trocknen und pressen so beliebt ist
Frische Blumen sind vergänglich – aber ihre Schönheit muss nicht mit ihnen vergehen. Blumen trocknen und pressen ist ein uraltes Handwerk, das wieder modern geworden ist. Ob als Wanddekoration, in Bilderrahmen, für Grußkarten, Kunstprojekte oder als Erinnerungsstück an besondere Blumensträuße – getrocknete und gepresste Blumen erfahren gerade eine echte Renaissance.
Bevor wir in die Techniken einsteigen: Den schönsten Ausgangspunkt für dein nächstes Trockenprojekt findest du bei blumenstrauss-versand.de – frische Blumen, die sich perfekt für die Konservierung eignen.
Blumen trocknen – die besten Methoden im Überblick
Methode 1: Lufttrocknen (hängend)
Die einfachste und schonendste Methode. So geht es:
- Blumen zu kleinen Bündeln zusammenbinden (5–10 Stiele)
- Kopfüber an einem dunklen, warmen, gut belüfteten Ort aufhängen
- 3–4 Wochen warten – bis die Blüten vollständig trocken und leicht rascheln
- Mit Haarspray fixieren, um Abbröseln zu verhindern
Ideal für: Rosen, Lavendel, Hortensien, Strohblumen, Chrysanthemen
Tipp: Dunkler Raum erhält die Farbe besser – direktes Sonnenlicht bleicht Blüten aus
Methode 2: Silica-Gel-Trocknung
Schneller als Lufttrocknen und erhält die Form besser. Silicagel ist im Bastel- und Gartenfachhandel erhältlich.
- Silicagel-Granulat auf 2–3 cm in eine luftdichte Box füllen
- Blüten einzeln hineinlegen (nicht übereinander)
- Blüten vorsichtig mit weiterem Granulat bedecken
- Box verschließen, 3–7 Tage warten
- Blüten herausnehmen, vorsichtig Granulat abbürsten
Ideal für: Rosen, Pfingstrosen, Tulpen, Orchideen – empfindliche Blüten mit komplexer Form
Vorteil: Farben bleiben intensiver, Form wird perfekt erhalten
Methode 3: Mikrowelle mit Silicagel
Die schnellste Methode – fertig in Minuten statt Wochen:
- Blüte in mikrowellengeeigneter Box mit Silicagel bedecken
- Deckel leicht geöffnet lassen
- 60–90 Sekunden bei niedriger Stufe (300–400W) erhitzen
- Abkühlen lassen bevor man die Blüte herausnimmt
Achtung: Jede Blumenart braucht andere Zeiten – beginne mit kurzen Intervallen und prüfe regelmäßig
Methode 4: Glycerin-Konservierung
Bei dieser Methode werden Blumen und Blätter durch Glycerin (Apotheke) konserviert und behalten dabei eine lederartige Flexibilität. Ideal für Zweige und Blätter:
- 1 Teil Glycerin mit 2 Teilen heißem Wasser mischen
- Stiele 3–4 cm in die Lösung stellen
- 2–6 Wochen stehen lassen, bis die Blätter die Lösung vollständig aufgenommen haben
Blumen pressen – Schritt für Schritt
Gepresste Blumen eignen sich ideal für Grußkarten, Bilder, Buchlesezeichen und als Dekoelemente in Harz-Kunstobjekten.
Die Buch-Methode (klassisch)
- Blüte zwischen zwei Lagen Küchenpapier legen
- Zwischen die Seiten eines schweren Buches (Lexikon, Telefonbuch) legen
- Buch schließen, weitere Bücher darauflegen für mehr Druck
- 2–4 Wochen warten, Papier nach 3 Tagen wechseln wenn nötig
Die Pflanzen-Presse (professionell)
Botanische Pflanzenpressen sind im Bastelhandel erhältlich und erzeugen gleichmäßigeren Druck:
- Zwei Holzplatten, Wellpappe, Papier und Schrauben
- Schichten: Holz → Wellpappe → Papier → Blüte → Papier → Wellpappe → Holz
- Schrauben anziehen, alle 2 Tage nachziehen
- 2–3 Wochen bis zur vollständigen Trocknung
Die Mikrowellen-Methode (schnell)
Mit einer mikrowellengeeigneten Pflanzen-Presse lassen sich Blüten in wenigen Minuten pressen:
- Presse zusammenbauen, 30–60 Sekunden in die Mikrowelle
- Abkühlen lassen, ggf. wiederholen bis die Blüte vollständig trocken ist
Welche Blumen eignen sich am besten?
Ideal zum Trocknen
- Rosen: Klassisch, behalten Form und oft auch Farbe gut
- Lavendel: Schnelles Trocknen, Duft bleibt erhalten
- Hortensien: Üppige Dolden, trocknen fast von selbst
- Strohblumen (Helichrysum): Speziell zum Trocknen gezüchtet, leuchtkräftige Farben
- Schleierkraut (Gypsophila): Kleines weißes Füllkraut, trocknet perfekt
Ideal zum Pressen
- Gänseblümchen: Flach und unkompliziert
- Stiefmütterchen: Behalten Farbe sehr gut
- Veilchen: Klein, zart, wunderschön gepresst
- Farne und Blätter: Klassische Herbarien-Elemente
- Flache Rosenblüten: Wenn frühzeitig gepresst (halb offen)
Kreative Ideen mit getrockneten und gepressten Blumen
- Herbarium: Botanische Sammlung in einem speziellen Buch oder Rahmen
- Bilderrahmen: Gepresste Blüten auf weißem Papier eingerahmt
- Grußkarten: Individueller und persönlicher als Fotodruck
- Kerzen: Gepresste Blüten in Wachskerzen einbetten
- Harz-Objekte: Blüten in transparentem Epoxidharz als Schmuck oder Deko
- Trockenblumen-Kranz: Wanddeko aus getrockneten Blüten und Zweigen
- Bookmark/Lesezeichen: Gepresste Blüte laminiert – unvergessliches Geschenk
Für dein nächstes Projekt brauchst du schöne, frische Blumen als Ausgangsmaterial. Entdecke die Vielfalt bei blumenstrauss-versand.de – von Rosen über Tulpen bis hin zu exotischen Blüten.
FAQ – Häufige Fragen zu Blumen trocknen und pressen
Wie lange dauert es, Blumen zu trocknen?
Beim Lufttrocknen (hängend) dauert es 3–4 Wochen. Mit Silicagel sind es 3–7 Tage. Die Mikrowellen-Methode mit Silicagel schafft es in wenigen Minuten bis Stunden, je nach Blütenart.
Behalten getrocknete Blumen ihre Farbe?
Farben verblassen beim Trocknen etwas. Dunkler Standort und schnelle Trocknung (Silicagel) erhalten Farben besser. Strohblumen und Lavendel behalten ihre Farbe besonders gut. Mit Haarspray fixiert und vor Sonnenlicht geschützt halten Farben länger.
Welche Blumen eignen sich nicht zum Trocknen?
Tulpen, Narzissen und Hyazinthen trocknen oft schlecht, da sie viel Wasser enthalten und ihre Form verlieren. Am besten eignen sich Rosen, Lavendel, Strohblumen, Hortensien und Schleierkraut.
Wie fixiert man gepresste Blumen am besten?
Gepresste Blüten mit einem Pinsel dünn mit säurefreiem Kleber (Buchbinderkleber) oder Decoupage-Lack fixieren. Danach mit Klarlack oder Mod Podge versiegeln, damit sie nicht abbröseln.
Können alle frischen Blumen aus dem Strauß getrocknet werden?
Grundsätzlich ja, allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen. Rosen, Hortensien und Inkalilien aus einem frischen Strauß trocknen gut. Am besten mit der Trocknung beginnen, wenn die Blüten noch leicht frisch sind, nicht erst wenn sie schon welken.